
Seit ich Computer verwende, habe ich immer mehr:
- Quellen in elektronischer Form: PDFs, ePUBs, Links, eigene DOCX usw.
- Eigene Artefakte (Texte, Präsentationen,…) mit (mühsam) erarbeiteten Inhalten, so gut es ging mit Verweisen auf die Quellen
- (Inzwischen) KI-Chats, die im Dialog zu recht haltbaren Inhalten führten.
Was ich nicht hatte:
- Die Möglichkeit, all meine Quellen auf Passung oder zumindest Nähe zu meinen jeweiligen Fragestellungen zu durchsuchen.
- Selbst wenn ich einen solchen Treffer gefunden hatte, die entsprechenden Passagen so zu markieren, dass sie referenziert werden konnten.
- Ein System, etwaige Querverbindungen assistiert zu erstellen.
All das versprach so ziemlich jedes PKM, das ich ausprobiert habe, und das waren die meisten der letzten Jahre: Obsidian, Notion, Scrintal, usw. Ich hatte mich dann auf Scrintal festgelegt, das mir optisch sehr gefiel – und es ist tot. All meine Daten, die ich dort erfasst hatte, sind weg – vielleicht kommen sie irgendwann wieder. Aber als Resultat habe ich mir geschworen, nie mehr in ein Vendor-Lockup zu schlittern. Meine Daten gehören mir, sind bei mir gespeichert, sind Textdateien (maximal Markdown). Und die technologische Entwicklung spielt mir das in die Hände. Das ist machbar.
Ich möchte hier kurz skizzieren, wie meine aktuelle Lösung aussieht, Details werden folgen. Sie kann:
- Alle Daten sind lokal bzw. gesynct auf einer Cloud in einem Textformat. PDFs sind natürlich auch erlaubt, inzwischen wohl ein Standardformat. Nextcloud ist da besonders empfehlenswert, weil unabhängig von irgendwelchen orangen Spinnereien und gehostet wo man will (ich habe sie auf deutschen Servern).
- Die inhaltliche Arbeit ist KI-unterstützt. Ich vertraue da inzwischen sehr auf Claude. OK – ein bisschen eine Ausnahme, weil halt nicht in Europa.
- Die technische Arbeit ist weitestgehend automatisiert:
- Aufbau der logischen Dateistruktur
- Verlinkung etwaiger Querverbindungen
- Überblick und Durchsuchen allfälliger Referenzen
Das funktioniert nach etwa 1-2 Tagen nötiger Migrationsarbeit blendend. Und ist zukunftssicher – die Textdateien können auch von jeder beliebigen anderen KI gelesen und manipuliert werden. Obsidian, das fast nur mehr als Frontend verwendet wird, kann auch durch etwas anders ersetzt werden – manche mögen VisualStudioCode, aber Obsidian wohnt halt in Kanada, mag jeder entscheiden, worauf er/sie setzt.
Tja: das ganze läuft inzwischen besser als es jemals mit Handarbeit lief und ich habe nach Migration eines Testprojekts mir vorgenommen, Neues nur hier zu beginnen und Altes, wenn es noch benötigt wird, ganz sicher zu migrieren.
Konkrete Anleitungen folgen, fürs Erste nur dieser Ein-/Ausblick.
